Unangenehmer Geruch in Kleidung, Sitzpolstern, Matratzen, Räumen oder im Fahrzeuginnenraum ist nicht nur unangenehm für die Nase, sonder kann auch regelrecht gesundheitsgefährdend sein.
Bakterien, Viren oder Schimmelsporen sind oft die Ursache.
Die beste Methode, um dagegen vorzugehen, ist der Einsatz
von Ozon.
Ozon wird aufgrund seiner stark oxidierenden Wirkung zur Beseitigung von bis zu 99,99 % aller Bakterien, Viren und hartnäckigen Gerüchen eingesetzt.
Folgende Bereiche und Gegenstände können ozonisiert werden:
1. Räume und Gebäude
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Wohnräume und Keller: Zur Beseitigung von Schimmelsporen, Modergeruch oder nach Wasserschäden.
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Fahrzeuge: Desinfektion von Innenräumen und Klimaanlagen; Entfernung von Tier-, Rauch- oder Erregergerüchen.
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Hotels und Büros: Auffrischung der Raumluft und Desinfektion nach Krankheitsfällen.
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Spezialfälle: Messie-Wohnungen oder Tatortreinigung (z. B. bei Verwesungsgeruch oder Uringeruch).
2. Textilien und Gegenstände
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Kleidung und Polster: Geruchsneutralisierung von Textilien, die oft nicht herkömmlich gewaschen werden können.
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Sportausrüstung: Desinfektion von schwer waschbaren Dingen wie Helmen oder Protektoren.
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Behälter in der Industrie: Ausspülen von Weinfässern (Barrique) oder Edelstahltanks zur Keimabtötung.
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Oberflächen: Kunststoffe, Glas und Keramik in hygienisch sensiblen Bereichen.
3. Wasser und Lebensmittel
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Trinkwasser: Desinfektion in Wasseraufbereitungsanlagen.
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Lebensmittelverarbeitung: Reinigung von Traubenpressen oder Abfüllanlagen.
Wie funktioniert es und warum wird Ozon angewendet?
1. Radikale Zerstörung
- Im Gegensatz zu Duftsprays, die Gerüche nur überdecken, greift Ozon die chemische Struktur von Geruchsmolekülen direkt an. Das dritte Sauerstoffatom im Ozon-Molekül ist instabil, löst sich ab
und verbindet sich mit Schadstoffen. Dieser Prozess (Oxidation) verändert die Zusammensetzung der Moleküle so, dass sie ihren Geruch dauerhaft verlieren.
2. Tiefenwirkung und Erreichbarkeit
Als Gas dringt Ozon in Bereiche vor, die mechanisch oder mit Wischtüchern nicht erreichbar sind.
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Poren von Polstern und Teppichen: Es neutralisiert tief sitzende Partikel von Rauch, Tieren oder Schimmel.
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Lüftungsschächte: In Fahrzeugen oder Klimaanlagen beseitigt es Bakterienherde direkt in den Leitungen.
3. Hocheffektive Desinfektion
- Ozon tötet bis zu 99,99 % aller Viren, Bakterien und Schimmelsporen ab. Es zerstört die Zellmembranen von Mikroorganismen (Zelllyse), was zu deren sofortigem Absterben führt. Daher
wird es auch in der Medizin (z. B. Zahnmedizin) und Wasseraufbereitung als Alternative zu Chemikalien wie Chlor eingesetzt.
4. Rückstandsfreie Anwendung
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Ein entscheidender Vorteil ist die Umweltfreundlichkeit: Nach der Reaktion zerfällt Ozon wieder zu harmlosem Sauerstoff. Es bleiben keine chemischen Rückstände auf
Oberflächen zurück, was besonders in der Lebensmittelindustrie oder für Allergiker von Vorteil ist.
Zusammenfassung der Vorteile:
Dauerhafte Entfernung selbst hartnäckigster Gerüche (Nikotin, Verwesung, Brandgeruch).
Schnelle Wirkung bei Raumtemperatur ohne Hitze oder Wasser.
Keine Chemikalien: Ersetzt oft agressive Reinigungsmittel oder Antibiotika.
Was ist zu beachten?
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Evakuierung: Während der Behandlung dürfen sich keine Menschen, Tiere oder Pflanzen im Raum aufhalten, da Ozon die Atemwege stark reizen kann.
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Materialverträglichkeit: Ozon kann bestimmte Materialien wie Naturkautschuk (NBR-Dichtungen) oder unedle Metalle bei zu hoher Dosierung angreifen.
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Lüften: Nach der Ozonisierung muss der Raum gründlich gelüftet werden (oft mehrere Stunden), bis das Ozon wieder zu Sauerstoff zerfallen ist.